Selbstschädigendes Verhalten

Selbstschädigendes Verhalten fängt lange vor offenkundiger Selbstverletzung und Suizidalität an. Was oft aus einer momentanen Stimmung heraus geschieht, kann weitreichende Auswirkungen haben. Verspielen von Geld oder unüberlegte Käufe führen zu Verschuldungen. Unter Umständen kann dies Folgen für die gesamte Lebensplanung haben. Viele Betroffene kennen Verhaltensweisen, durch die sie sich in einen Zustand bringen, der für sie negativ ist.

Um einmal mehr Betroffenenberichte heranzuziehen, beschreibt eine Frau, wie sie immer wieder Kontakte zu Personen herstellt, die ihr eigentlich schaden. Einige andere nehmen Drogen oder versuchen ihre Gefühle mit Alkohol zu betäuben, anderen „kämpfen“ mehrmals täglich mit Essanfällen, Erbrechen oder Hungern, manche nehmen massenweise Abführmittel.

Sie alle bringen sich durch diese Verhaltensweisen an den Rand der körperlichen und seelischen Belastbarkeit. Es gibt auch Personen, die versuchen ihre Anspannung durch rücksichtloses Autofahren zu verringern. Auch das sexuelle Verhalten, das eigentlich Lust und Freude bereiten sollte, kann zur Selbstschädigung werde, etwa bei Sexualität mit Partnern, die man eigentlich nicht mag, bei sehr häufigem Wechsel von Sexualpartnern, bei rücksichtslosen Sexualpraktiken oder bei ungeschütztem Sex.

Kriterium 4 > Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen wie Geldausgaben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, Essstörungen, uvm.

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